Humanistischer Salon Potsdam August

31Aug2020

Gesprächs­kreis zu belie­bi­gen huma­nis­ti­schen The­men. Buch­vor­stel­lung: »Ster­ben: Zwi­schen Würde und Geschäft« von Dr. med. Gün­ther Loe­wit 

Zeit: 16:00 bis 18:00 Uhr

Ort: Huma­nis­ti­scher Regio­nal­ver­band Pots­dam, 14467 Pots­dam, Jäger­straße 36

Ein­tritt frei

Der Huma­nis­ti­sche Salon Pots­dam ist ein Gesprächs­kreis für auf­ge­schlos­sene Men­schen, die krea­tive Ideen und kluge Worte schät­zen.

In der Regel tref­fen wir uns am letz­ten Mon­tag eines Monats, um über die unter­schied­lichs­ten The­men zu dis­ku­tie­ren und uns aus­zu­tau­schen. Diese rei­chen von Fra­gen der per­sön­li­chen Lebens­hilfe bis zu aktu­el­len gesell­schaft­li­chen The­men. Gerne neh­men wir Anre­gun­gen und/​oder Bei­träge unse­rer Mit­glie­der auf.

Anknüp­fend an die Tra­di­tion der „Salons“ in der Zeit der Auf­klä­rung legen wir dabei beson­de­ren Wert auf den per­sön­li­chen Aus­tausch und eine wert­schät­zende Gesprächs­kul­tur.

Heute wird das Buch »Ster­ben: Zwi­schen Würde und Geschäft« von Dr. med. Gün­ther Loe­wit vor­ge­stellt. Dar­über kön­nen wir uns dann gemein­sam aus­tau­schen.

Jede*r kann sich ein­brin­gen und ist will­kom­men. Für Erfri­schung wird gesorgt. Ein­tritt frei, auch für Nicht­mit­glie­der.

Hier ein Text­aus­zug: »Aber unsere Kul­tur hat nicht nur das Ster­ben ver­lernt, son­dern auch den Tod aus ihrer Wirk­lich­keit ver­bannt. Ster­ben passt nicht zur Erfolgs­ge­sell­schaft. Ster­ben passt nicht in die all­ge­gen­wär­tige vir­tu­elle Par­al­lel­welt. Ster­ben ist Ver­sa­gen, Ster­ben ist Schwä­che, Ster­ben ist eine Schande. Ster­ben ist das Ein­ge­ständ­nis der End­lich­keit in einer unend­lich glo­ba­li­sier­ten Welt. Wir ster­ben nur noch unter Pro­test. Von der Schul­me­di­zin im letz­ten Augen­blick – wenn eine Hei­lung nicht mehr mög­lich erscheint – fal­len­ge­las­sen wie die sprich­wört­li­che heiße Kar­tof­fel. Wir ster­ben ver­se­hent­lich. Wir ster­ben abge­son­dert und abge­scho­ben im Hos­piz. Wir ster­ben pal­lia­tiv. Wir ster­ben wäh­rend einer letz­ten OP. Wir ster­ben auf der Inten­siv­sta­tion. Wir ster­ben ein­sam. Wir ster­ben im Pfle­ge­heim. Wir ster­ben im Gehei­men. Wir ster­ben unsicht­bar für die Welt außer­halb des Geriatrie‑, Medi­zin- und Pfle­ge­sys­tems.«